Geschichte

Seit 1783 feierten die Neuhauser Evangelischen Gottesdienst im Bethaus in Eltendorf – ein großer Fortschritt, denn bis zu diesem Zeitpunkt war die nächste evangelische Kirche die Artikularkirche von Nemescsó bei Güns/Köszeg…

1792 stellte Graf Batthyány den Evangelischen seinen „Schmidt-Garten“ in Neuhaus zur Verfügung, auf welchem diese im Jahr 1794 ihr so genanntes „Toleranzbethaus“, unsere heutige Pfarrkirche, errichteten. Mit dem Ende der Baueinschränkungen des Toleranzpatents wurde es möglich, im Jahr 1801 die Kirche um einen Turm zu erweitern, der 1804 fertiggestellt werden konnte.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Kirche und Schule vergrößert, das Pfarrhaus umgebaut und ein Wirtschaftsgebäude (der heutige alte Gemeindesaal) kam dazu. Seit dem 100-Jahr-Jubiläum der Kirche 1894 schmückt den Kirchturm eine Uhr, eine für die damalige Zeit hochmoderne Anschaffung. Ebenfalls im Jahr 1894 kam der Taufstein von Berlin nach Neuhaus. Und auch das heutige  Altarbild („Jesus auf dem Ölberg“), ein Geschenk an die Pfarrgemeinde, stammt aus dieser Zeit.

Im Jahr 1905 erhielt die Neuhauser Kirche eine pneumatische Orgel mit sechs Registern. Insgesamt 294 Orgelpfeifen sind auf die Manualregister verteilt, in den Pedalen stehen je 26 Pfeifen zur Verfügung. Orgelrenovierungen erfolgten zuletzt in den Jahren 1981 und 2003. Die im Zuge des 2. Weltkriegs eingeschmolzenen Glocken wurden 1949 durch drei neue ersetzt, die noch heute in unserem Kirchturm hängen.

1981 wurde die Kirche – anlässlich der Feiern zu „200 Jahre Toleranzpatent“ – einer umfassenden Sanierung unterzogen.

Das in die Jahre gekommene Pfarrhaus erfuhr in den Jahren 2006/07 ein umfangreiche Sanierung und den Ausbau des Dachgeschosses. Der Zubau des neuen Traktes, der neben Büroräumlichkeiten vor allem den neuen multifunktionalen Gemeindesaal beherbergt, wurde ebenfalls 2007 abgeschlossen. Die Mittel für die erforderlichen aufwändigen Baumaßnahmen wurden zum Teil durch Spenden aus der gesamtburgenländischen Haussammlung aufgebracht.

Im Pfarrgebiet von Neuhaus am Klausenbach, das das gesamte Gebiet des Südburgenlandes südlich der Raab umfasst, leben heute in etwa 1.100 Evangelische.

(In Teilen der Festschrift „200 Jahre Evangelische Kirche Neuhaus am Klausenbach“ aus dem Jahr 1995 entnommen.)