
„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben“, so heißt ein bekanntes Sprichwort. Wenn wir das vergangene Schuljahr als eine Reise – vielleicht sogar als eine Abenteuerreise – betrachten, dann haben wir vieles miteinander erlebt. Manchmal ging es steil bergauf, manchmal wieder tief hinunter. Wir waren auf Umwegen unterwegs, haben Stolpersteine überwunden und hatten vielleicht auch das Gefühl, eher rückwärts als vorwärts zu kommen. Es gab kleine Wunder und schöne Überraschungen, aber auch Enttäuschungen, Anstrengungen und Herausforderungen.
Jede und jeder von uns hat auf dieser Reise seinen ganz eigenen Rucksack getragen. Darin befinden sich die sichtbaren Dinge: Hefte, Bücher, Stifte und alles, was zum Schulalltag dazugehört. Aber da ist auch das unsichtbare Gepäck: Freude und Erfolgserlebnisse, Ängste und Stress, Konflikte, Enttäuschungen und vielleicht manches, was uns bis heute beschäftigt. Im Laufe eines Schuljahres sammelt sich einiges an.
Heute ist deshalb so etwas wie ein Checkpoint für unsere Seele. Schulschluss bedeutet: auschecken, innehalten und den eigenen Rucksack einmal öffnen. Was möchte ich gar nicht mit in die Ferien nehmen? Welche Sorgen, welcher Ärger oder welche Enttäuschung dürfen hierbleiben, damit ich leichter und freier in die Ferien starten kann?“
(Auszug aus dem Schulschluss-Gottesdienst, freundlicher Weise von Martina Zotter-Ganahl überlassen, ebenso wie die Gottesdienst-Fotos)




